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		<title>Bezirksnachrichten</title>
		<description>Mitteilungen und Hinweise aus den fünf Bezirken der HVT</description>
		<link>http://www.hvt-hessen.de</link>
		<lastBuildDate>Sat, 04 Sep 2010 06:32:31 +0100</lastBuildDate>
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			<title>Webgruppe des Heimatvereins Laisa rekonstruiert fast vergessenes Trachtenstück</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=228&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Eckhard Hofmann und Jürgen Homberger
erschienen in der HLM 1/2010, S. 33
In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Hessischen Volkskunstgilde e.V. möchte sich die Gruppe in Laisa der Herstellung einer Stoffart widmen, die bereits seit über hundert Jahren nicht mehr gefertigt wurde. Bei diesem Stoff handelt es sich um einen gestreiften Wollstoff, der seiner Zeit im sog. Hanauer Land in Baden-Württemberg gefertigt wurde. Gröbere Stoffarten aus Beiderwand (Gemisch aus Leinen und Schafwolle) wurden auch von heimischen Webern für den Alltag hergestellt.Diese Stoffe verwendete man nachweislich zur Anfertigung von Röcken. In der Marburger Evangelischen Tracht trugen ihn vornehmlich wohlhabende Bauersfrauen bei festlichen Anlässen bis ca. ins Jahr 1900. Die Frauen aus den katholischen Dörfern um Marburg gingen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts konform. Ferdinand Justi und Mathilde Hain weisen in ihren Publikationen bereits darauf hin. Auch in anderen deutschen Trachten fanden solche längsgestreiften Röcke Verwendung. Im Marburger Land bezeichnete man sie als „Gezögsröcke“, d. h. von gezockertem (gestreiften) Werk. Glücklicherweise haben einige Exponate die Zeiten bis zur Gegenwart überdauert, da in den Notzeiten der vergangenen Kriege viele Frauen diese Röcke schwarz einfärbten. Schließlich waren sie bereits unmodern geworden und fanden nun als Trauerkleidung neue Verwendung.
Jürgen Homberger und Eckhard Hofmann haben im Rahmen ihrer Trachtenforschungen Röcke aus den Orten Dreihausen, Ebsdorf, Beltershausen, Mölln und Fronhausen/Lahn im Originalzustand angetroffen. Bilddokumente liegen ihnen vor aus den Dörfern Kernbach, Sterzhausen, Seelbach, Fronhausen/Lahn, Beltershausen, Dreihausen, Ebsdorf, Mölln, Kleinseelheim, Hachborn und Nesselbrunn. Es ist davon auszugehen, dass diese Rockart im damaligen gesamten Verbreitungsgebiet der Marburger Tracht um 1870 bekannt war.
In den katholischen Dörfern des Kreises Marburg legten die Frauen diese Röcke bereits geraume Zeit früher ab. So ist es ganz besonders erfreulich, dass noch ein blau-weiß gestreifter Rock in Roßdorf im Original vorhanden ist.
Im liebevoll eingerichteten Heimatmuseum in Laisa treffen sich regelmäßig einige Vereinsmitglieder der Webgruppe, um die alte Tradition des Webens weiterzupflegen. Karin Arnold hat die wertvollen alten Stücke „unter die Lupe“ genommen, die Muster ausgezählt und somit definiert. Im Laufe diesen Jahres wird die Gruppe beginnen diese fast vergessene Stoffart nachzuarbeiten. Damit ist es der Hessischen Volkskunstgilde und dem Heimatverein Laisa wieder einmal gelungen, einer alten Tradition, nämlich die des Tragens von Gezögsröcken, neues Leben einzuhauchen.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Mitte</category>
			<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 02:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>„Schawernäcker“ beleben das Dorf</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=233&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Wolfgang Koch
erschienen in HLM 1/2010, S. 45
Trachtengruppe des OWK Reichelsheim belebt urige Charaktere und wahre Geschichten
„Sie sind im Leben auf dem Dorf, was das Salz in der Suppe ist, und machen die Sache erst richtig interessant.“ Mit diesen Worten charakterisierte Helmut Gräber die „Schlawiner un Schawernäcker“, Namensgeber des aktuellen Programms der Trachtengruppe im OWK Reichelsheim. Es wurde erstmals am 13. und 14. November 2009 in der Reichenberghalle aufgeführt. In drei Akten stellten gut 75 Sänger und Tänzer Szenen aus „einer lieben Zeit dar, in der vieles anders, aber auch menschlicher war als heute“.Zahlreiche Besucher erlebten in einer Schulstunde von anno dazumal, wie der Lehrer mittels einer einzigen Rechenaufgabe alle Schüler gleichzeitig beschäftigt - schließlich wurden die Mädchen und Jungen des ersten bis vierten Schuljahres in einer Klasse unterrichtet. Wohlbedacht verlegte er den „angewandten“ Turnunterricht in die Natur - und ließ die Zöglinge auf seinem Acker Kartoffeln lesen. Nicht ohne Schadenfreude nahmen die Dorfbewohner in der anschließenden Marktszene gewahr, dass jugendliche „Schawernäcker“ ausgerechnet den Sack mit des Pädagogen Lieblingssorte „Ackersegen“ entwendet hatten.
Vor dem großen Landschaftspanorama mit Blick auf Reichelsheim samt Schloss und Kaiserturm tummelte sich das bunte Völkchen der Marktbeschicker. Stoffe, Geschirr, Eier, Butter und „Kees“ wurden feil geboten. Ein engagierter Chor unter der Leitung von Elke Turba begleitete die Auftritte vom hämmernden Schusterlehrling, vom Lumpensammler mit seinem Leiterwagen, dem peitschenknallenden Fuhrmann, dem wandernden „Panneflicker“ und dem Säcke schleppenden Müllerburschen. Zu guter Letzt erschien ein Scherenschleifer mit seinem altertümlichen Fahrrad. Er trat mächtig in die Pedale, sodass beim Schärfen eines illustren Scheren- und Messersortiments die Funken nur so davonstoben. In ihren bunten Odenwälder Trachten ließen die Akteure Sitten und Gebräuche der Region in Volksliedern und -tänzen lebendig werden.
Der gefällige Bembeltanz und der kunstvolle Bändertanz fanden Anklang; die Ausführenden hatten sichtlich Spaß bei flotter Polkas, Partner- und Kreisfiguren. Das Ziel, Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppe sowie Chor und die Musikgruppen (Leitung Carmen Weimar und Michael Rossmann) im Programm gleichberechtigt mitwirken zu lassen, hat die Trachtengruppe neuerlich erreicht.
Zur liebevollen Umsetzung der humorigen Spielszenen gehören die mit Bedacht ausgewählten zeitgenössischen Utensilien, wie historische Werkzeuge und Requisiten.
Ebenso kam die Historie der Wirtschaft „Zur Freiheit“ zur Sprache. Dort spielt der letzte, versöhnlich endende Akt. Der gestohlene Kartoffelsack wird vom Licht-Jakob gefunden, und der Schlawiner „Saihoiner“ wird als Gerüchtestreuer entlarvt.
„Die Spässchen, die wir heute Abend erzählt haben, sind alle in Reichelsheim und der näheren Umgebung passiert!“, berichtete Helmut Gräber, der Gesamtleitung und Regie inne hatte. Zum nunmehr vierten Heimatabend, bei dem wieder ein typisches Odenwälder Vier-Gänge-Menü serviert wurde, wurde das mehrköpfige Programmgestaltungs-Team von den heiteren Episoden des Büchleins „Lachende Reichelsheimer“ inspiriert. Heuer finden sich unter den aktiven Mitgliedern der Trachtengruppe Söhne, Enkel und Urenkel des Autors Karl Schwinn; er ist den Reichelsheimern als Lehrer und Rektor der Grundschule in Erinnerung.
Erneut beendeten Kaffee und Kuchen einen Heimatabend für Auge, Ohr und Gaumen. Durchgängiger Szenenapplaus und fröhliches Mitklatschen bei den Musikstücken zeugten vom Amüsement des Publikums.
Weitere Aufführungen sind für den 6. und 7. März 2010 geplant.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Süd</category>
			<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 23:22:15 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Breitenbrunner Volksmusikanten</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=234&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Thomas Maul
erschienen in der HLM 1/2010, S. 46
Ein Rückblick auf den Abend der Blasmusik
In der stimmungsvoll, herbstlich geschmückten Fritz-Walter-Halle fand am 24. Oktober 2009 der Abend der Blasmusik, veranstaltet von den Breitenbrunner Volksmusikanten, statt. Den Gästen wurde ein umfangreiches Programm dargeboten.Mit einem musikalischen Gedicht stimmte Walter Friedrich die zahlreichen Besucher auf den Abend ein. Das Licht erstrahlte, „Hell scheint die Sonne“, der zünftige Marsch erklang zur Eröffnung. Zahlreiche Melodien aus unterschiedlichen Stilrichtungen standen auf dem Programm. Bei der Ballade „Frieden“ konnten sich Trompeter Nicolai Friedrich und Saxophonist Harald Jost als Solisten auszeichnen. Die Gesangsstücke wurden gekonnt von Friedel Kämmerer, Georg Weber und Harald Jost vorgetragen. Der musikalische Leiter, Holger Friedrich gab Erläuterungen zu den Musikstücken und Komponisten. Zum Ende des ersten Teils erklangen Titel von Ernst Mosch, bei einem ließ Karlheinz Dehmer den „Dompfaff“ in der Halle erschallen.
Böhmisch-Mährische Blasmusik live - steht auf dem Banner des Blasorchesters Böhmischer Zauber. Dies war nun Programm, vier Stunden feinster Blasmusik.
Nicht grell, sondern fein und weich wirkte das Klangbild der einzelnen Melodien. Druckvoll und mit dynamischem Feingefühl erklangen Polkas, Walzer und Märsche. Souverän beherrschten die 16 Akteure ihre Instrumente. Mit tollen Solonummern zeigte jeder Musiker sein Können. Die Klarinettisten Bernd und Frank Neuberger aus Eichenbühl, Vater und Sohn, spielten im Duett das Stück „Dudacka“ - auf deutsch „Dudelsack“. Mit dem Solo für Trompete und Tenorhorn, „Bohemian Lovers“, ließen Stefan Hohm und Hans Kalenda die Zuhörer träumen. Auch für das Mitmachen wurde etwas geboten: Bei der „Teppichklopfer-Polka“ konnte sich jeder betätigen. Dirigent Klaus Hammer aus Rippberg hatte ein Programm zusammengestellt, das jeden ansprach. Mitten im Publikum waren die Musiker unterwegs und spielten die wohl allen bekannte „Rosamunde“. Posaunist und Conférencier Uwe Prokisch aus Schlossau führte gekonnt durch das Programm und ließ so manches Mal schmunzeln. Wie am Fließband und kaum ohne größere Pausen servierte man ein Stück nach dem anderem: flott, schwungvoll und mit einem besonderen Charme, mit „böhmischem Zauber“ eben.
Als der letzte Ton vom gefühlvollen Walzer „Rosen im Wind“ verklang, fand der Beifall kein Ende. Mit mehreren Zugaben ging ein über fünfstündiges Programm zu Ende, von dem das Publikum restlos begeistert war.
Ein großes Dankeschön den vielen Besuchern. Wir waren überrascht, wie viele Freunde der Blasmusik den Weg zu uns gefunden haben, so die Musikanten. Es war eine Freude, derartig viele und interessierte Gäste begrüßen zu dürfen. Der Dank ging auch an alle Helfer, die dazu beigetragen haben, dass dieser Abend der Blasmusik so gut gelungen ist.
Die Breitenbrunner Volksmusikanten suchen für die nächsten Projekte noch Musiker/innen oder die es noch werden wollen. 
Proben finden jeden Freitag von 20.00 bis 22.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Breitenbrunn statt.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Süd</category>
			<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 23:25:22 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Zusammenhalt und Gemeinschaft gestärkt</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=230&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Tina Bender-Laub
erschienen in der HLM 1/2010, S. 37
48 SST-ler auf Erkundungstour in die Tschechische Hauptstadt Prag im Oktober 09Früh am Freitagmorgen traf man sich am Feuerwehrhaus in Rüddingshausen, um über die Nürnberger Autobahn zum Grenzübergang Waidhaus nach Pilsen zu fahren. In Pilsen wartete im Gasthaus der bekannten Traditionsbrauerei ein Imbiss, anschließend unternahm man eine Führung im Biermuseum und probierte das Pilsner Urquell.

Am frühen Freitagabend trafen die Hessen in der Tschechischen Hauptstadt ein. Am nächsten Morgen stand eine Stadtrundfahrt mit Stadtrundgang auf dem Plan. Von der Prager Burg am Weinberg entlang konnten die Rüddingshäuser einen Blick über die goldene Stadt erhaschen, zu Fuß ging es weiter über die Karlsbrücke zum Wenzelsplatz und einer der Höhepunkte war die Astronomische Uhr. Nicht nur die Ü-70 Reiseteilnehmer beklagten sich schnaufend über die weiten Wege, aber beim Abendessen mit Freibier im landestypischen Prager Lokal wurden alle wieder entschädigt. Am Sonntag ging es nach Budweis. Bei der Führung, umgeben vom Duft des mährischen Malzes, entdeckten die Rüddingshäuser das Herstellungsgeheimnis des weltberühmten Budweis Budvar Lagerbieres. Direkt vom Zapfhahn der großen Fässer durfte man es ganz frisch probieren. Als Dank dafür brachte man den Angestellten spontan im Foyer der Brauerein ein Ständchen. 

Anschließend fuhr man zum Mittagessen in die schöne Altstadt von Budweis. Auf der zweieinhalbstündigen Heimfahrt war beste Stimmung angesagt, schließlich hatte man ja auch die Akkordeons dabei. Der harte Kern feierte am Abend in der bekanntesten Kneipe Prags: U-Fleku weiter; deshalb war es auf der Heimfahrt in den ersten Stunden auch recht ruhig im Bus. Erst beim Stadtbummel in Karlsbad waren alle wieder richtig wach. Und was wäre eine Reise in die Tschechische Republik ohne den Besuch eines Schnäppchenmarkts? In Eger (Cheb) konnten sich alle noch einmal so richtig austoben und mit Einkäufen und Oblaten im Gepäck trat man die Heimreise ins Hessenland an.
Es war eine wunderbare Fahrt, die durch die vielen Eindrücke und lustigen Erlebnisse allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. SSTler von 15 bis 72 Jahren - die Gemeinschaft war wieder herrlich und die nächste Reise wird schon geplant.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - West</category>
			<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:54:01 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Trachtenmarkt der Hessischen Volkskunstgilde e.V. in Alten-Buseck</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=225&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Jürgen Homberger und Eckhard Hofmann
erschienen in der HLM 1/2010, S. 26
Am 17./18. Oktober 2009 veranstaltete die Hessische Volkskunstgilde ihren traditionellen Trachtenmarkt in der Hobby- und Sammlerwelt in Alten-Buseck. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei vom Bezirk West, dessen Mitglieder die Gelegenheit nutzten und den bundesweit begangenen Tag der Tracht dort integrierten.&#160;Das Rahmenprogramm wurde gestaltet von Gruppen aus den Bezirken West und Mitte. Klaus-Peter Fett (alias „s‘Anna“) führte durch das Programm. Die Gruppen aus Watzenborn-Steinberg, Burkhardsfelden, Kirchgöns und Kröffelbach repräsentierten den Bezirk West. Aus dem Bezirk Mitte konnte „s`Anna“ die Gruppen Wollmar und Niederklein begrüßen. Besonders freute man sich über den Besuch der Volkstanzgruppe Oberaula und der Trachtengruppe Laisa, welche mit ihrem Webstuhl&#160; aus dem Bezirk Nord angereist waren. Auch das diesjährige Hessentagspaar aus Stadtallendorf, Mona-Lorena Monzien und Fabian Gies, ließ es sich nicht nehmen, dem Markt einen Besuch abzustatten.
Ganz im Zeichen der Trachten stand das Warenangebot an diesem Wochenende. Weiterhin hatten es sich auch unsere heimischen Trachtenschneiderinnen Inge Weber, Irene Bonacker, Elfriede Hahn und Luise Gerike nicht nehmen lassen, bei dieser Gelegenheit ihr Können und ihre Fachkenntnisse zu präsentieren.
Leni Klingelhöfer und Ingrid Cerny bereicherten den Trachtenmarkt mit einer Ausstellung über Weißstickereien aus Hessen.
Zum Verkauf standen Original-Trachtenteile aus den unterschiedlichsten hessischen Regionen. So waren Trachten aus dem Breidenbacher Grund, der Dellmutschetracht des Amtes Dautphe, die Marburger evangelischen und katholischen Trachten sowie die drei unterschiedlichen Kleidungsweisen aus der Region um Gießen im Angebot.
Die Intention der Volkskunstgilde zur Ausrichtung der Trachtenmärkte besteht darin, die Trachten vor der Altkleidersammlung zu bewahren sowie den Trachtengruppen die Möglichkeit zu bieten, sich mit Originalteilen auszustatten. Seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten nutzen die Vereine diese Gelegenheit, sich mit authentischen Trachtenteilen einzukleiden. Die Hessische Volkskunstgilde erfreut sich immer wieder an der positiven Resonanz der Marktbesucher.
Auch die HVT nutzte die Gelegenheit, um den Besuchern das im Juni erschienene Buch „Tagewerk und Abendmahl“ zu präsentieren. Martina und Torsten Frischkorn, Siggi Fink und Evelyn Leukel betreuten den Stand und boten noch weitere Publikationen der HVT an.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Mitte</category>
			<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 22:38:46 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Knut Kreuch zu Gast in der Schwalm</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=224&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Karin Kuhn
erschienen in der HLM 1/2010, S. 25
Fieberhaft habe ich den 18. Oktober 2009 herbei gesehnt. Fragt sich noch jemand warum? Nein, denn jeder Trachtenträger weiß, dass seit vier Jahren jeweils am 3. Sonntag im Oktober der bundesweite „Tag der Tracht“ mit vielen Veranstaltungsaktivitäten gefeiert wird. In diesem Jahr auch bei uns.
&#160;Das Wetter lud uns alle an diesem Tag ein, etwas Besonderes zu unternehmen. Was lag da näher, als mit unseren Trachten für diesen Tag zu werben und nach Willingshausen-Merzhausen in die Schwalm zum ersten Tag der Tracht in Nordhessen zu fahren?
Was mich ganz besonders freut, dass die Schwälmer Trachtengruppen seit der Verleihung des Prädikates&#160; „Tracht des Jahres 2009“ ein Organisationsteam für diesen Tag gebildet haben. Hierdurch sind die Schwälmer näher zusammen gerückt und werden künftig davon profitieren können. Ein harmonisches Miteinander ist zu spüren.
Die Trachtenträger, wie immer festlich gekleidet, wurden herzlich in der liebevoll geschmückten Antreffhalle empfangen. Die meist getragene und bekannteste Tracht an diesem Tag war die Schwälmer Tracht in vielfachen Facetten. Dies bestätigte auch Knut Kreuch, Präsident des Deutschen Trachtenverbandes, mit den Worten: „Von der Ostsee bis zur Bayerischen Alm, die schönste Tracht findet man in der hessischen Schwalm.“ Der Landesvorsitzende der HVT, Torsten Frischkorn, verkündete, dass er stolz über die Kür einer hessischen Tracht, nämlich der Schwälmer Tracht zur „Tracht des Jahres 2009“ sei. Er gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten, zu der dieser Titel auch verpflichtet und dankte den Schwälmer Gruppen für ihr großes Engagement.
Trachten, Tradition und Brauchtum sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Heimat und müssen gehegt und gepflegt werden. Dies haben die Schwälmer bewiesen. Neben der Flachsstraße „vom Flachs zum Leinen“ konnte die Weiß- und Buntstickerei bewundert werden. Auch die Trachtenteile der Schwälmer Tracht, die zu unterschiedlichen Anlässen getragen werden, waren in den Auslagen zu sehen. Fragen wurden kompetent beantwortet. Der Höhepunkt war allerdings das „Schappeln“ der Bürgermeisterfrau. Die Erklärung hierzu folgte anschließend bei der gekonnt vorgeführten Schwälmer Trachtenmodenschau, moderiert von Roland Lahr und Doris Laudenbach. Die Schwälmer ließen es sich nicht nehmen, uns am Nachmittag ein eigens ausgearbeitetes Programm mit Brauchtum und Tradition als „Jahreskreis im Schwälmer Land“ mit Tanz, Musik und einem Theaterstück zu zeigen. Doris Laudenbach und Cornelia Lang führten souverän durch das Programm.
Ein rundum gelungener, unterhaltsamer Trachtensonntag, der auf jeden Fall wiederholt werden sollte. Hierzu wünsche ich mir auch weitaus mehr Vertreter der nordhessischen Trachtengruppen.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Nord</category>
			<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 22:35:17 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Halsdorf zu Gast bei Freunden</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=229&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Christine Möller
erschienen in der HLM 1/2010, S. 34
Seit einigen Jahren besteht zwischen der ungarischen Tanzgruppe aus Öcseny und der Volkstanz- und Trachtengruppe Halsdorf eine Freundschaft und in den Herbstferien 2009 war es so weit. Die Mitglieder der Trachtengruppe sahen der 14 stündigen Fahrt am Donnerstag, dem 15. Oktober 2009 mutig entgegen und trotz einiger Ungereimtheiten kamen am Freitag alle Mitglieder in Öcseny an.Dort angekommen wurden wir in Gastfamilien eingeteilt. Allerdings sollte der Abend nach der langen Reise noch nicht zu Ende sein und es ging, nach einer kurzen Verschnaufpause, mit einem gemeinsamen Abendessen weiter. Nachdem wir noch unsere Tänze für den nächsten Tag üben mussten, war es dann allerdings Zeit für ein bisschen Entspannung und wir schauten unserer Partnertanzgruppe beim Tanzen zu. Für einige war es sogar so meditativ, dass sie wegdösten.
Am nächsten Tag hatten wir dann in Pecsevard, auf dem Mädchenmarkt der Donauschwaben, unseren Auftritt. Zusammen mit unserer Partnergruppe machten wir uns in einer Schule fertig und das ganze bekam ein bisschen Landeskindertrachtentreffen-Flair. Zum Teil hängt dies auch mit unserer musikalischen Begleitung zusammen, denn diese begleitete auch schon das eine oder andere LKTT. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Musiker. Auch in Ungarn finden Festzüge statt und dieser Festzug verdient wohl den Namen „kürzester Festzug“, denn insgesamt liefen wir nur ca. 5 Minuten, warteten aber 60 Minuten. Nach Ende des Festzuges hatten wir unseren Auftritt und konnten ebenfalls unserer Partnergruppe beim Wertungstanzen zuschauen. Unsere Gastgruppe gewann in der Kategorie Choreografie den ersten Preis. Von der Jury bekamen auch wir ein Lob für unsere Trachten, insbesondere für unsere Strümpfe.
Am Abend ging es dann mit leichter Verspätung zurück nach Öcseny. Immer wenn wir dachten wir wären abfahrbereit, fehlte wieder irgendjemand, denn mit der „typisch deutschen“ Pünktlichkeit konnte wohl niemand etwas anfangen.
Im Rahmen des Kulturaustausches wurden wir abends noch in die Feierkultur der Ungarn eingeführt, was dazu führte, dass man Sonntagmorgen in der Kirche genau sehen konnte wer einen langen Abend hinter sich hatte.
Den Tag begannen wir sehr ökumenisch und besuchten einen evangelischen und einen katholischen Gottesdienst, obwohl die meisten unserer Mitglieder evangelisch sind. In der katholischen Kirche wurden wir spontan dazu aufgefordert ein deutsches Lied zu singen. Wir sangen „Wir pflügen und wir streuen“. Allerdings müssen wir an der Textsicherheit noch ein wenig arbeiten.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit eher interessanten Erfahrungen besuchten wir ein Puppenmuseum. Es ist doch erstaunlich wie viele Puppen man in einem doch sehr kleinen Raum unterbringen kann. Zur ungarischen Kultur gehört der Weinanbau und wir sollten in den Genuss des ungarischen Weines kommen. Bei zwei Kellerbesichtigungen gab es reichlich Wein und Palinka zu kosten. Und wir lernten: Schnaps der brennt, kann man noch schärfer machen, in dem man Chili hinzufügt. Abends gab es wieder ein gemeinsames Abendessen und einen gemütlichen Abend mit unserer Gruppe. Wir haben viel getanzt, sowohl Czardas als auch Polka.
Am Montag war eine Stadtbesichtigung geplant, die allerdings buchstäblich ins Wasser fiel. Wir besuchten Hajos, dass als Kellerdorf zum Weltkulturerbe gehört. Beeindruckend war, wie viele Menschen dort der deutschen Sprache mächtig waren. Dort hatten wir spontan, bei einem fremden Winzer, noch einmal die Chance, Wein zu probieren, Weintrauben zu essen und Wallnüsse zu sammeln.
Am letzten Abend in Ungarn fand der offizielle Empfang durch die Stadt Öcseny statt. Wir überreichten und bekamen Geschenke. Der Abend klang mit viel Musik und gemeinsamen Tänzen aus. Am Dienstag sahen wir traurig unserem Abschied entgegen, doch wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in Deutschland oder in Ungarn. Wir haben alte Freundschaften vertieft, neue Freundschaften geschlossen und werden schöne Erinnerungen an diese Fahrt behalten.
Fazit dieser Ungarn Reise ist: Wir waren noch nie so froh in Jacken zu tanzen, auch in Ungarn kann es eisig kalt sein und Chilischnaps brennt.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Mitte</category>
			<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 22:50:44 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Nachlese zum Tag der Tracht</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=231&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Ingeborg Schmidt
erschienen in der HLM 1/2010, S. 38

Am 18. Oktober 2009 fand bundesweit der „Tag der Tracht“ statt; so auch im Bezirk West, mit Unterstützung der Volkskunstgilde.Viele TrachtenträgerInnen aus den Tanz- und Trachtengruppen Burkhardsfelden, Grüningen, Kirch-Göns und Watzenborn-Steinberg trafen sich zunächst zu einem feierlichen Trachtengottesdienst in der mit viel Herz und Geschmack dekorierten Kirche in Burkhardsfelden. Pfarrer Dieter Sandori zog, mit den in Tracht gekleideten Gottesdienstbesuchern, feierlich in die Kirche ein und band anschließend einige Trachtenträgerinnen aktiv in die Liturgie mit ein. Auf Wunsch von Pfarrer Sandori stellten die Trachtenträgerinnen zuerst kurz ihre Tracht vor und dann folgte die Schriftlesung.
Anneliese Hofmann von der Trachtengruppe Burkhardsfelden hatte die Aufgabe, alle in der Kirche ausgestellten Trachtenteile zu erläutern. Das machte sie einmal mehr mit Bravour und vor allen Dingen in der von ihr perfekt beherrschten Mundart. Ich glaube, nicht nur ich, sondern alle Gottesdienstbesucher waren auf die Predigt gespannt. Und alle waren sehr angenehm überrascht über die überaus positive Interpretation der Tracht und Brauchtumspflege durch Pfarrer Sandori.
Ja, die Tracht verkörpert Heimat und Verbundenheit zur Familie und Tradition. Doch was uns TrachtenträgerInnen am meisten beeindruckt hat, war die Deutung des Wortes „Tracht“ durch Pfarrer Sandori. Besser und treffender habe ich diese Beschreibung bisher noch nie gehört:
T&#160;steht für „Tradition“
R&#160;steht für „Region“
A&#160;steht für „Achtung“
C&#160;steht für „Charakter“
H&#160;steht für „Heimat“
T&#160;steht für „Tatkraft“
Um diesen wunderbaren Gottesdienst harmonisch ausklingen zu lassen, hatte die Tanzgruppe Burkhardsfelden zu einem gemeinsamen Mittagessen in die „Alte Schule“ eingeladen. Nach den Gruß- und Dankesworten unserer Bezirksleiterin Sigrid Fink haben wir uns die herzhafte Gulaschsuppe schmecken lassen und fuhren dann gestärkt in die Sammler- und Hobbywelt nach Alten-Buseck.
In diesen Räumlichkeiten hatte die Volkskunstgilde einen tollen Trachtenmarkt „auf die Beine gestellt“, wird es doch von Jahr zu Jahr schwieriger, geeignete Trachtenteile zu erwerben. Hier in Buseck lachte von jedem Trachtenträger das Herz. Der zwei Tage dauernde Trachtenmarkt wurde durch etliche Tanz- und Gesangseinlagen der HVT-Gruppen noch zusätzlich bereichert. Natürlich war auch das „Spinnen“ zu bestaunen und auch die Mundart kam nicht zu kurz. Rundum also eine gelungene Veranstaltung.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - West</category>
			<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 23:04:59 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Die Hessische Volkskunstgilde auf großer Fahrt</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=227&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[Text von Eckhard Hofmann
erschienen in der HLM 1/2010, S. 28
Fahrt vom 14.-22. September 2009 in die Neue Welt
Nach langer Vorbereitungszeit, vielem Schriftverkehr sowie Telefonaten war der Tag der Abreise endlich gekommen.&#160;Nach dem Einsammeln an unterschiedlichen Orten war unsere Reisegruppe mit 42 Personen dann endlich komplett und es ging Richtung Frankfurt-Airport, wo wir um sieben Uhr morgens eintrafen. Nachdem wir den Check-in für Gruppen gefunden hatten, machten wir uns noch mal auf, um den Flughafen ein wenig zu erkunden, oder noch ein kleines Frühstück einzunehmen. Endlich durch alle Sicherheitskontrollen gekommen, traf man sich am Lufthansa-Flugsteig wieder, um gemeinsam die Boing 767 Richtung Washington DC zu besteigen. Es war ein ruhiger und angenehmer Flug. Man vertrieb sich die Zeit mit Essen und Filme gucken oder schlief ein wenig. Am Flughafen in Washington wurden wir von unserer Reiseleiterin Gaby bereits erwartet, die uns so schnell wie möglich in den Bus scheuchte. Dieser brachte uns zu unserem Hotel Red Roof Inn in Chinatown. Gaby ließ uns ein wenig Zeit zum Erfrischen und um einen kleinen Snack einzunehmen, dann ging‘s los zu einem „kleinen Spaziergang“ durch Washington. Gaby führte uns ruhig und souverän durch die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir sahen imposante Gebäude, die ein wenig an das alte Rom erinnerten, und kamen so auch am Capitol und dem Weißen Haus vorbei. Danach trafen sich noch ein paar Hartgesottene zu einem Schlummertrunk in dem zum Hotel gehörenden Irish Pub.
Am nächsten Tag war die große Stadtrundfahrt geplant. Da wir in der Mittagszeit unseren großen Auftritt in der Weltbank in Washington hatten, zogen wir bereits am Morgen unseren „Stoat“ an und unsere Gaby fand uns alle wunderschön…
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch auf dem Arlington Nationalfriedhof. Dort besuchten wir das Grab von John F. Kennedy und seiner Frau Jackie Kennedy-Onassis. 
Bis wir beim Grab mit dem Ewigen Licht ankamen, waren einige von uns schon das erste Mal durchgeschwitzt, da es ein herrlicher Sonnentag war. Dann ging’s zum Kennedy Center. Ein imposantes Gebäude mit einem großen Theater und riesiger Eingangshalle, in der die Flaggen aller Nationalitäten zu finden sind. Hier nahmen wir uns die Zeit, um uns noch ein wenig herzurichten für unseren bevorstehenden Auftritt. Dort entstand auch das Foto, das ihr in der Zeitung gesehen habt.
Schließlich fuhren wir zur Weltbank, wo uns Hartwig Schäfer aus der Vorstandsetage schon erwartete. Hartwig wurde durch unseren „Leihmusiker“ Herbert von Thaden aus Kirchhain auf uns aufmerksam. Herbert und Hartwig sind befreundet und so entstand der Kontakt. Der gebürtige Willingshäuser lebt seit mehreren Jahren in Washington und war stolz darauf, dass er anlässlich eines Deutschen Mottotages, die Hessische Volkskunstgilde präsentieren konnte. Dort zeigten wir unser wochenlang vorher geübtes Programm mit Volkstänzen und Liedern, die wir unter der Leitung von Angela Paulus (Tanz) und Marina Wagner (Gesang) einstudiert hatten. Wir hatten einen wunderschönen Auftritt und ein fantastisches Mittagessen.
Im Anschluss daran setzten wir unsere Stadtrundfahrt fort und kamen nach einem erlebnisreichen Tag wieder im Hotel an, wo sich dann wiederum einige im Irish Pub trafen um den Tag ausklingen zu lassen.
Am nächsten Morgen hieß es nach einem üppigen Frühstücksbüffet: „Big Apple, - wir kommen“. Auf der Fahrt dorthin kamen wir noch am Pentagon vorbei und besichtigten das Roosevelt-Denkmal. Nach kurzer Fahrt kamen wir in die Stadt Alexandria, im Bundesstaat Virginia. Diese wunderschöne alte Stadt im Kolonialstil beeindruckte uns sehr und gerne hätten wir noch ein
&#160;
bisschen Zeit dort verbracht, doch Gaby drängte zur Weiterfahrt nach New York.
Nach ca. vierstündiger Fahrt konnte man von der Interstate bereits die Silhouette von Manhattan am Horizont erkennen und um uns richtig einzustimmen, legte der Busfahrer den Song von Frank Sinatra „New York, New York“ ein, der von Udo Jürgens Hit „Ich war noch niemals in New York“ abgelöst wurde und wir alle kräftig mitsangen. Es war ein wundervoller Moment, der die richtige Vorfreude aufkommen ließ.
Unser Bus brachte uns direkt ins Hotel Excelsior in der 81 Street, 45. West, Central Park. Ein wunderschönes 4-Sterne Hotel und bestens geeignet für einen New York Aufenthalt. Einziges Manko…- das Frühstück ist man schnell leid; aber eben typisch für die Hotels in USA. Die Metro-Station war direkt um die Ecke und wenn man das System verstanden hatte, war es keine Schwierigkeit schnell nach Downtown zu gelangen. Wer sich nicht damit anfreunden konnte, hatte auch die Möglichkeit den Weg zu Fuß zurückzulegen. Durch die vielen Eindrücke, die man unterwegs sammelte, ging das „relativ zügig“. Am Abend fuhren wir alle zusammen Richtung Rockefeller-Center und schließlich löste sich die große Reisegruppe auf und die Teilnehmer begaben sich auf Erkundungstour durch Manhattan. Am nächsten Morgen waren wir auch alle komplett - und konnten so die große Stadtrundfahrt beginnen. Wir sahen unter anderem „Ground Zero“, wo einst die Türme des World Trade Centers gestanden haben. Heute ist dort eine riesige Baustelle, denn man will ein ähnliches Gebäude neu errichten. Wir besichtigten Little Italy, China-Town mit seinen ganzen „merkwürdigen“ Warenangeboten, kamen an Pier 17 vorbei, wo wir unsere Mittagspause einlegten, sahen imposante Gebäude wie das Empire State Building, das Rockefeller Center, Tiffanys, Chrysler-Building, den Trump-Tower und und und…
Am Abend hatten wir dann die Möglichkeit das Empire State Building zu erobern. Durch die schon überwältigende Eingangshalle mit dem berühmten „Limburger Marmor“ gelangt man zu unzähligen Aufzügen, die einen in kürzester Zeit in den 86. Stock befördern. Der atemberaubende Ausblick, der einen dann erwartet, ist unbeschreiblich. Man muss das einfach selbst erleben. Zum Abschluss trafen sich einige wieder in einer „Kneipe“ unmittelbar beim Hotel, wo wir gemeinsam viel Spaß miteinander hatten.
Am Freitag war dann der Empfang beim Steuben-Komitee. Leider war Bürgermeister Bloomberg verhindert und hatte seinen Vertreter geschickt. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir unsere Teilnahme-Urkunde in Empfang und absolvierten vor einem beigeisterten Publikum noch einen spontanen Auftritt.
Anschließend hatte, wer wollte, noch die Gelegenheit mit Gaby zur Wallstreet zu gehen, um auch die berühmte New Yorker Börse und die Trinity-Church zu sehen. Andere nutzten die Zeit um ein Kaffee-Päuschen einzulegen, denn anschließend war Freizeit angesagt. Mitten in Manhattan zwischen der 5th und 6th Avenue in Höhe 38. Street wurden wir vom Busfahrer in die Shopping-Freiheit entlassen. Wer wollte, konnte auch zum Hotel fahren, die Tracht ausziehen und von dort wieder neu starten. Eine Gruppe zog es jedoch vor, in „Montur“ (wie Klaus-Peter immer sagt), die Geschäfte zu erkunden. Dann standen wir auch schon vor M+P. Wer es nicht selbst erlebt hat, wird’s kaum glauben. Wir befanden uns auf einmal im „Gimbeparadies“. Vor Überwältigung konnten wir das reichhaltige Warenangebot an Borten, Besätzen, Bändern und Knöpfen kaum fassen, so dass wir an den folgenden Tagen noch mehrmals dieses Geschäft aufsuchen mussten.
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Abends machten sich dann 16 Reiseteilnehmer zum Gala-Banket im Hotel Hilton auf. In Festtracht genoss man Musik, Tanz und gutes Essen und der Abend wird für alle in schöner Erinnerung bleiben.
Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der 52. German-American Steubenparade. Nach dem Frühstück ging es wieder in Montur zum Steuben-Gottesdienst in die St. Patricks Kathedrale. Eine riesige Kirche im gotischen Stil, die zwischen den ganzen Wolkenkratzern ganz winzig wirkt. Nach einem beeindruckenden Gottesdienst mit dem Bischof von New York brachte uns der Bus zu unserem Aufstellungsplatz in der Nähe der Fifth-Avenue, wo wir einige Zeit warten mussten, bis die Parade begann. Bei herrlichem Wetter starteten wir die Fifth-Avenue am östlichen Central-Park entlang, während wir von einer riesigen Zuschauermenge beklatscht und bejubelt wurden. Nach ca. 3 km Fußmarsch ging’s auf in den angenehm klimatisierten Bus, der uns zum Times Square brachte. Mitten in der Menschenmenge tanzten und sangen wir und die Fotoapparate der Zuschauermenge „schossen“ uns unzählige Male ab. Einen geplanten zweiten Auftritt konnten wir leider nicht mehr durchführen, da uns ein netter Policeman darauf aufmerksam machte, dass wir das eigentlich nicht dürfen und eine Genehmigung einholen müssen. Also machten wir uns auf um ein anderes Plätzchen zu finden, wo wir uns noch einmal präsentieren konnten. Leider platzten wir mitten in Filmaufnahmen und so beschlossen wir, uns noch ein bisschen in der Stadt umzusehen. Ein Teil der Gruppe kam so ins Marriot-Hotel. Das im oberen Stockwerk gelegene Restaurant verfügt über eine Plattform, die sich innerhalb einer Stunde einmal um 360 Grad dreht, so dass man einen fantastischen Ausblick auf Manhattan hat. Beim Verlassen des Hotels gaben wir den staunenden Zuschauern noch ein kleines spontanes Ständchen in der Eingangshalle. Ein aufregender Tag war zu Ende gegangen.
Den Sonntag konnte sich jeder selbst gestalten. Viele nahmen an einer Circle-Line-Fahrt teil und genossen den Ausblick vom Hudson-River auf Manhattan und die Freiheitsstatue. Andere entschlossen sich, auf eigene Faust noch einmal, die Stadt zu erkunden, einzukaufen und die vielen Eindrücke der Weltmetropole zu genießen. Am Abend traf man sich wieder in der gemütlichen Kneipe in der Nachbarschaft des Hotels und verbrachte noch ein paar schöne, gemeinsame Stunden bei Essen und Trinken. Am Sonntagmorgen hieß es dann Koffer packen und ab ging’s zum JFK-Airport, wo wir um 16:00 Uhr unseren Heimflug nach Frankfurt antraten.
Ein unvergesslicher und beeindruckender Aufenthalt in den USA war zu Ende gegangen. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass wir eine tolle Gruppe waren und super zusammen harmonierten, egal ob „jung oder alt“. Dafür herzlichen Dank an alle Reiseteilnehmer. Auch möchte ich mich noch mal bei Angela für die großartige Mit- und Zusammenarbeit bei den Reisevorbereitungen bedanken. Eine solche Reise für 42 Personen zu organisieren, ist nicht leicht und geht nur mit Engagement und gegenseitiger Hilfe. Ebenso hat es uns große Freude bereitet, dass ein Teil der Gruppe aus anderen HVT-Gruppen uns das Vertrauen entgegen gebracht hat und mit der Volkskunstgilde auf große Fahrt gegangen ist. So haben wir noch Mitglieder der Gruppen aus Wollmar, Emsdorf, Langenstein, Halsdorf, Annerod, Kröffelbach und Salzböden in unseren Reihen aufgenommen und zusammen viel Spaß gehabt.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Mitte</category>
			<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 22:44:44 +0100</pubDate>
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			<title>Heimat- und Trachtenverein Obergeis in Abendmahlstracht beim Festgottesdienst in Obergeis</title>
			<link>http://www.hvt-hessen.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=232&amp;Itemid=85</link>
			<description><![CDATA[von Willi Knierim
erschienen in der HLM 1/2010, S. 41
Das Jubiläum zur Einweihung des Kirchenschiffs vor 150 Jahren feierte die Obergeiser Kirchengemeinde im August 2009. Aufgrund eines Gutachtens des Kurfürstlichen Landrats im Jahre 1825 über die alte Kirche stellte man fest, dass eine Renovierung nicht mehr möglich war.&#160;In einem Schreiben an den Kurfürsten wurde die Kirche wie folgt beschrieben: „Die Kirche gleicht im Inneren mehr einer finsteren Höhle als einem Gotteshaus und ist im höchsten Grade baufällig.“ Nach diesem Gutachten beschloss man, ein neues Kirchenschiff zu bauen.
Am Samstagabend begannen die Festlichkeiten mit einem schwungvollen Jugendgottesdienst, der von der Neuensteiner Jugendband „De Fact“ begleitet wurde.
„Lebendige Gemeinschaft“ war das Thema des Festgottesdienstes am Sonntag, der von Pröpstin Natt und Pfarrer Zehender gehalten und durch viele Chöre musikalisch gestaltet wurde.
Die Teilnahme des Heimat- und Trachtenvereins Obergeis in historischer Abendmahlstracht wie vor 150 Jahren gab der Feier einen besonderen Rahmen.
Anschließend versammelte sich die Gemeinde bei sonnigem Wetter in der und um die Kirche. Es wurde für alle etwas geboten: ob Gulaschsuppe aus dem großen Kessel, Kinderschminken für die Kleinen oder Stöbern in alten Fundstücken aus 150 Jahren Kirchengeschichte. Musikalisch begleitet wurde das ganze Programm vom Heimat- und Trachtenverein und dem Posaunenchor aus Obergeis. Zu Gast war der Kirchen- und Posaunenchor aus Oberelsungen.
Mit der Eröffnung der neu gestalteten Sakristei im Kirchturm und dem Abendläuten klang das Fest aus.]]></description>
			<author>Jean-Pierre Papstein</author>
			<category>Bezirke - Ost</category>
			<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 23:17:39 +0100</pubDate>
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